Ein Management-Planspiel – warum nicht?
16. Februar 2012 | Astrid Ebbert
Anfang Dezember wurde die Einladung zum Management- und Entrepreneurship-Wettbewerb „EXIST-priME-Cup“ über den DHBW-Mail-Verteiler rumgeschickt. Der erste Gedanke: Sollte man sich wirklich freiwillig außerhalb der Vorlesungszeiten für ein Uni-Projekt engagieren? ... Warum eigentlich nicht? Also haben wir uns für die Teilnahme beworben: Ulrich Barrot (Digitale Medien, 5. Semester), Katja Rieder (Dienstleistungsmarketing, 5. Semester), Anne Grubert und Astrid Ebbert (Medienmanagement und Kommunikation, 3. Semester). Nachdem der doch eher größere bürokratische Aufwand hinter uns lag, haben wir tatsächlich die Bestätigung zur Teilnahme erhalten – und letzten Freitag war es soweit:
Jede Menge Studis drängten sich in einen der größeren Vorlesungsräume und hörten den Leitern des Planspiels aufmerksam zu, was sie in den nächsten zwei Tagen erwarten würde. Wir fanden uns wieder zwischen buntgemischten Teams aus drei bis sechs Teilnehmern. Vom legeren und eher lockeren bis hin zum Anzug tragenden Planspiel-Unternehmer war alles zu finden. Was uns allerdings schon bei der Vorstellung auffiel: Wir waren das einzige Team mit vier Mitgliedern, die in drei verschiedenen Studiengängen und zwei unterschiedlichen Semestern studierten. Aber das muss ja nicht von Nachteil sein.
Das Planspiel brachte allerhand unterschiedliche Aufgaben mit sich. Wir waren eins von sieben Unternehmen am Markt, die mit dem Verkauf eines All-Terrain-Bikes ihr Geld verdienen wollten. Als Unternehmensleitung mussten wir wichtige Entscheidungen treffen, um neben der Konkurrenz bestehen zu können: Sollen wir in eine zweite Maschine investieren oder reicht eine Maschine unter voller Auslastung vielleicht doch aus? Ist es wirklich notwendig noch einen Mitarbeiter einzustellen? Sollten wir weniger produzieren, um die potentiellen Lagerkosten zu verringern? – Gar nicht so einfach, aber wir haben uns tapfer geschlagen. Neben dem Tagesgeschäft galt es zusätzlich einen Business-Plan zu schreiben und eine Anzeige zur Mitarbeitergewinnung zu gestalten. Unsere Geschäftsidee wurde in einem studiengangsübergreifendem Brainstorming und einer koffeingesteuerten Diskussion geboren und anschließend im Business-Plan näher beschrieben. Es sollte ein Bambus-Bike für die Zielgruppe der LOHAS entwickelt werden, mit der Möglichkeit das Bike individuell gestalten und zusammenstellen zu können. Die Besonderheit: So konnten wir einem Lifestyle-Trend gerecht werden und unserer Zielgruppe ein ökologisch nachhaltig entwickeltes Produkt bieten.
Und wer hätte es gedacht? Wir haben uns tatsächlich gegen unsere Konkurrenz durchgesetzt und in unserem Markt den zweiten Platz erreicht. Diese Platzierung hat uns alle ziemlich überrascht, aber wir freuen uns natürlich an der folgenden Runde im Master-Cup weitermachen zu dürfen. Denn erfolgreiche Planspiel-Unternehmer können an weiteren Cups teilnehmen: Vom Campus-Cup über den Master- und den Professionals-Cup können sich die besten Teams schließlich am Champions-Cup in Berlin behaupten.
Tags: DHBW, MMK, Studenten, digitale Medien